Das Spiekerhus
Das Spiekerhus von 1680 ist das älteste Volksdorfer Haus
Das Spiekerhus steht noch am ursprünglichen Ort. Es wurde wahrscheinlich Endes des 17. Jahrhunderts errichtet, in Landkarten aus dem Jahre 1706 ist es bereits eingezeichnet.
Im Laufe der Zeit wurde es mehrfach umgenutzt und umgebaut, 1965 erfolgte die Herrichtung im derzeitigen Zustand: äußerlich wurde die ursprüngliche Form wieder hergestellt, lediglich die Stallfenster wurden vergrößert, um die derzeitige Nutzung als Veranstaltungssaal zu ermöglichen. Hier werden z. B. Konzerte ("Konzert junger Künstler") aufgeführt oder Ausstellungen veranstaltet. Im Inneren sind keine historischen Ausbauten mehr vorhanden.
Das Spiekerhus
Anders als beim Durchfahrthaus ist der Walm nur bis zum Einfahrttor herabgezogen. Dadurch wirkt die dem Dorfplatz zugewandte Giebelfassade repräsentativer, was durch die regelmäßige Anordnung der Fachwerkstäbe und durch die Zierausfachungen unterstrichen wird. Durch einen kleineren Walm gewann der Dachraum an Größe, so daß im Laufe der Zeit die allseitig weit heruntergezogenen Dächer aufgegeben wurden. Diese Entwicklung ist beim Harderhaus noch weiter fortgeschritten. Dabei nahm man in Kauf, daß die Steilgiebel wegen der höheren witterungsbedingten Belastungen konstruktive Verstärkungen und höhere Unterhaltungsaufwände erforderten.
Das Spiekerhus ist mit 13,50 m deutlich breiter als das Durchfahrthaus. Die ursprüngliche Deele war ca. 7.90 m breit, die Balkenlänge beträgt 9,50 m, so daß das Gebäude über den gesamten Querschnitt mehr Raum bietet. Der Besucher der Veranstaltungen kann das aus Ständern und Balken bestehende Traggerüst, das mit schmucklosen Kopfbändern ausgesteift ist, gut erkennen, da das Fachwerk beim Umbau erhalten und sichtbar geblieben ist (Besichtigungen sind sonst nicht möglich). Die Länge des Hauses ist mit 26 m (8 Fach) kleiner als bei den anderen Häusern. Das Kammerfach war bereits über die gesamte Hausbreite ausgebaut, eine Durchfahrt war nicht vorhanden.
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