Rund um das Holz

Nachhaltigkeit, Arbeiten mit nachwachsenden Rohstoffen, ist heute ein großes Thema. Seit Jahrhunderten wird so ein Rohstoff bereits eingesetzt: Holz. Lang diente es als Brenn- und Baumaterial für Häuser, aber auch für Werkzeuge und Haushaltsgegenstände. Am Sonntag, den 24. Februar 2019 dreht sich im Museumsdorf Volksdorf von 11 bis 17 Uhr alles um dieses Material, vornehmlich unter historischen Gesichtspunkten und was auf den Bauernhöfen damit gemacht wurde. Reisigbesen und Holzharken gab es früher in jedem Garten. Hier wird gezeigt, wie sie gemacht werden. Körbe flechten, Mollen hauen und Schnitzen fehlt ebenso wenig, wie Krückstöcke biegen, Eichepfähle spalten oder Staketenzaun und Flechtzaun bauen. Eichenlohe war früher ein wichtiges Handelsgut, das sogar dem Stapelrecht unterlag. Heute ist es praktisch unbekannt. Aber wozu brauchte man es früher? Worum geht es beim Holzrücken und was ist dabei zu beachten? Erstmals werden dabei im Museumsdorf auch Zugrinder zur Einsatz kommen. Wie werden eigentlich Stiele für Gartengeräte hergestellt und was ist eine Ladewuchte? Diese und viele andere Fragen werden ausführlich beantwortet und in praktischen Vorführungen demonstriert. denn im lebendigen Museum werden keine Schautafeln gezeigt, sondern Gerätschaften im praktischen Betrieb. Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht. Das ist gerade für Familien mit Kindern immer wieder ein tolles Erlebnis. Es werden Insektenhotels gebaut, es gibt es eine allgemeine Holzkunde und dazu auch ein Quiz, eine Holzwurmjagd und Mikado für Riesen.

Eltern und/oder Großeltern können die Kinder auch allein auf Entdeckungstour schicken und sich in der Zwischenzeit an Grill und Schänke stärken oder sich bei duftendem Kaffee und leckerem, selbstgebackenen Kuchen in der Kaffeestuuv im Wagnerhof aufwärmen. Dort gibt es auch ein kleines Antiquariat mit Büchern zum Veranstaltungsthema. Oder in Emmis Krämerladen, einer Gemischtwarenhandlung wie vor hundert Jahren, stöbern und einkaufen. Aber dort wollen die Kinder auch gern hin, denn sie können sich ihr Bonschesortiment nach eigenem Geschmack selbst zusammenstellen lassen: aus dem Glas - wie vor hundert Jahren.
Familien 9,50 Euro, Erwachsene 5 Euro, Schulkinder 1 Euro. Mitglieder haben gegen Vorlage ihrer Mitgliedskarte freien Eintritt.